Japaner unter sich

Am Wochenende habe ich nun bereits zum fünften mal Rothenburg ob der Tauber besucht. Ein Besuch der Stadt lohnt sich immer wieder: Die wirklich sehr schöne (erhaltene) Altstadt, das gute fränkische Essen und das leckere Bier tragen zur Kurzerholung bei. Alle Fotos wurden mit dem neuen iPhone 11 Pro Max aufgenommen. Mein Eindruck: Die 3 Kameras des Telefons machen schöne Fotos, die jedoch selten die Realität abbilden. Irgendwie wendet die Software immer eine Art Filter an, der zwar alle Fotos großartig aussehen läßt – aber leider auch das Original verfremdet. Das war beim iPhone XS Max nicht so krass. Womöglich wird die Software für die Kamera-/Fotobearbeitung beim nächsten Update noch modifiziert.

Der Grand Canyon von Deutschland

Mit einem Wohnmobil und 3 Fahrrädern haben wir in den Sommerferien Süddeutschland erkundet: Vom Wirtshaus im Spessart, über die Fulda in den Hochschwarzwald und auf dem Rückweg über den Main. Zum Wandern ist die Wutachschlucht und die Lotenbachklamm sehr zu empfehlen. Eine angenehme Abkühlung bietet der Schluchsee.

 

 

Nachtleben ist Kultur

Foto : Moras

Zur kulturellen Vielfalt einer Stadt gehört das Nachtleben genauso dazu wie Theater, Konzerte, Kino, Lesungen, Marktplatz- oder Straßenfeste. Um eine Stadt für viele Einwohner*innen attraktiv zu machen, gehört auch eine lebhafte Nachtkultur zum guten Ton. Wie in vielen anderen Städten auch, müssen wir Kulturveranstalter*innen uns in Hildesheim oft Gehör verschaffen, um diesen guten Ton kultivieren zu können.

Ein lebhaftes Nachtleben für eine lebhafte Stadt

Manche, die früher ein sehr lebhaftes Nachtleben hatten und nun den Großteil ihres Alltags im Berufs- und Familienleben verbringen, empfinden nächtliche Tanzveranstaltungen in ihrer Nachbarschaft mittlerweile als eher störend. Hier müssen wir in den Dialog treten und gemeinsame Lösungen erarbeiten. Stirbt das Nachtleben, stirbt perspektivisch auch die Stadt. Gerade junge Leute nutzen Hildesheim dann noch mehr als ohnehin schon als Zwischenstopp für ihr Studium, ihre Ausbildung. Eine Identifikation mit Hildesheim als lebenswertem, potentiellem Zuhause gibt es dann immer weniger. Die Attraktivität nimmt weiter ab, es bleibt die Flucht in größere Städte. Die Kaufkraft schwindet, der Leerstand der Innenstadt nimmt weiter zu.

Engagement und Hürden für Veranstalter*innen

Als Kulturfabrik tragen wir mit jährlich über 850 Veranstaltungen in den verschiedensten Sparten zu einer unvergleichbaren Vielfalt im Kulturangebot dieser Stadt bei. Anteilig an dieser Gesamtsumme veranstalten wir pro Jahr ca. 200 Partys. Das Nachtleben beginnt bei uns ab 23:00 Uhr und dauert meist bis in die frühen Morgenstunden an. In guten Nächten finden über 900 Menschen bei uns einen Ort, um ihre Nacht zum Tag zu machen. Das bleibt selten ohne Spuren. Manche Spuren sind an und in unserer Fabrik sichtbar, manche Spuren sind fühlbar und treten zeitversetzt auf.

Gerade wenn es um Lärmemissionen geht, liegen bei vielen Leidtragenden verständlicherweise die Nerven blank und die Geduldsfäden sind sehr dünn. Das verstehen wir gut. Mit baulichen Maßnahmen können wir den Lärm einschränken. Mit Verhaltensmaßnahmen während der Veranstaltungen können wir auf die Lärmentwicklung einwirken. Den Faktor Mensch können wir nur bedingt kontrollieren. Denn wo gefeiert wird, treffen viele verschiedene Menschen aufeinander und verhalten sich nicht immer so, wie wir uns einen respekt- und rücksichtsvollen Umgang miteinander wünschen. Klar: Diese „menschlichen Lärmemissionen“ machen das Nachtleben für viele Bürgerinnen und Bürger zu einem roten Tuch. Denn sie fühlen sich in ihrer Nachtruhe gestört.

Der Nachtbürgermeister

In Hildesheim, wie in anderen Städten auch, betrifft das viele Kneipen- und Clubbetreiber*innen. Es ist ein ständiger, kommunikativer Kraftakt zwischen Anwohner*innen, Betreiber*innen, Polizei und Stadtverwaltung. Ansätze, um mit dieser Problematik in den Dialog zu gehen, finden wir in anderen Städten. In Mannheim gibt es seit geraumer Zeit den ersten Nachtbürgermeister, der als Kommunikationsvermittler zwischen Club, Anlieger*innen, Polizei und Verwaltung agiert. Zu drei Viertel finanziert sich seine Vollzeitstelle aus städtischen Mitteln, zu einem Viertel aus Spendengeldern.

Der Kulturraumschutz

In Berlin, Hamburg und weiteren Städten wird regelmäßig über einen Kulturraumschutz diskutiert. Was kann dieser Schutz leisten? Im ersten Schritt werden Kulturräume benannt und als wichtige Indikatoren für die kulturelle Vielfalt der Stadt definiert. Im zweiten Schritt werden Lösungen erarbeitet, wie eine gemeinsame Koexistenz zwischen Nachtbetrieb und Anliegern funktionieren kann. Doch eine Verlagerung der Sperrstunde in den Schutzgebieten ist eine Maßnahme, für die erst noch um Verständnis geworben werden muss. Hierbei sind schalldämmende Baumaßnahmen und fachliche Beratungen zur technischen Infrastruktur der Clubs denkbar. Beispielsweise gibt es in Hamburg einen Fonds, der aus öffentlichen Mitteln bereitgestellt wird, um diese Maßnahmen zu finanzieren. Für einen kleinen Club sind umfangreiche Baumaßnahmen aus Eigenkapital nicht machbar. Zudem erschweren hohe Mieten und dazu unkalkulierbare Kosten für GEMA, Gewerbe- und Vergnügungssteuer, Brandschutzmaßnahmen und andere Auflagen den Start-ups in der Stadt Fuß zu fassen.

Hier kommen wir zur Ausgangsfrage: Wie wichtig ist Hildesheim der Kulturbezug?

Und vor allem: Welche Kultur wird hier mit einbezogen? Daher haben die Kulturfabrik und die Studio-Bar als ersten Schritt Hildesheimer Club- und Barbetreiber*innen sowie das Kulturhauptstadtbüro Hi2025 zusammen mit der Jungen Union an einen Runden Tisch „Nachtleben“ eingeladen. Diesen Runden Tisch würden wir gerne mit weiteren Mitstreiter*innen und Entscheider*innen aus Politik und Verwaltung erweitern. Denn nur wenn wir alle miteinander ins Gespräch kommen, können wir gemeinsam Strategien entwickeln, die Hildesheim zu einem kulturell vielfältigen Raum machen – inklusive Nachtleben.

Mehr zum Thema:
Kehrwieder am Sonntag berichtete am 15./16. Juni 2019: „Nachtleben ist auch Kultur“
Die Hildesheimer Allgemeine Zeitung berichtete am 12. Juni 2019: „Nach Partykritik: Nachtbürgermeister für Hildesheim?“

Geht mehr auf Konzerte

Anleitung: Der Name „Hildesheim“ kann in diesem Text durch jede andere beliebige kleine Großstadt ersetzt werden, die als Erkennungsmerkmal oft eine verwaiste Shopping-Galerie mit drittklassigen Billigläden im Zentrum hat.

„Geht mehr auf Konzerte“, singen Kapelle Petra. Und das mit Recht! Liebe Menschen in dieser Stadt, ich weiß – ihr geht gerne auf Konzerte. Und ihr zahlt gerne sehr viel Geld dafür, damit es auch ein ganz besonderer Abend wird. Ihr geht gerne zu Phil Collins, kauft Karten für Rammstein, Eagles oder Kiss. Ihr schaut euch Mega-Events in Mega-Hallen in Mega-Städten an und besucht sehr gerne Konzerte von Bands die andere Bands nachspielen. Dafür zahlt ihr teilweise Ticketpreise im dreistelligen Bereich. Macht das ruhig weiterhin. Aber:
Jeden Monat finden auch in dieser Stadt viele Konzerte von vielen interessanten Bands aus dem In- und Ausland statt. Ins THAV laden Andy & Maik regelmäßig Bands ein, die einen ihrer wenigen Deutschlandstopps hier in Hildesheim machen. In der KUFA sorgt der Club VEB seit 25 Jahren jeden Mittwoch  für Konzerte mit sehr abwechslungsreichen Bands – auch hier Künstler die teilweise extra ihre Tour um Hildesheim herumbauen. Dennis & ich holen mit unserer WILD DOGS Reihe den amerikanischen Roots-Blues in diese Stadt. Das Studio bietet feinsten Soul, Jazz und Funk, der Cyclus hält ein exzellentes Programm in der Mühle parat, das LiNo bietet regelmäßig gute Konzerte an, im Vier Linden geht was und es gibt noch viele weitere Einzelkämpfer die sogar ihre Freizeit dafür opfern, ein buntes Konzertprogramm in dieser Stadt auf die Beine zu stellen. Jeden Monat haben wir dadurch ein so vielfältiges Angebot, dass ich oft gar nicht weiß, wo ich hingehen soll.
Doch ganz egal, wo ich hingehe: Ich vermisse euch! Und warum? Weil ihr scheinbar lieber 120,- € für Joe Bonamassa ausgebt und nach Hamburg fahrt. Weil ihr lieber am Tribünenende bei den Foo Fighters sitzt und die Videoleinwände abfilmt. Weil ihr hunderte Kilometer zurücklegt um zum x-ten mal eine Rockband abzufeiern, obwohl das Gute so nah liegt! Denn ihr wißt oft gar nicht, was ihr verpaßt: Hautnah in der ersten Reihe authentische Live-Bands erleben, die heiß sind und alles geben um eine gute Show zu spielen. Die Atmosphäre des kleinen Clubs. Spielfreude zum anfassen. Dafür werden Konzerte gemacht! Schaut euch das ruhig mal wieder an!  Geht das Risiko ein, eine unbekannte Band zu entdecken. Das Wagnis der neuen Töne. Gebt den womöglich zu Unrecht in Schubladen gesteckten Räumen oder Veranstaltungsformaten eine neue Chance. Gemeinsam macht das dann auch viel mehr Spaß. Ihr schont euren Geldbeutel, seit früh wieder daheim und habt gemeinsam eine gute Zeit. Vom ökologischen Fußabdruck ganz zu schweigen.
Wir alle sind für diese Stadt und ihre Kultur verantwortlich. Ohne uns geht es den Musikclubs in dieser Stadt so, wie dem Einzelhandel: Leere Läden, leere Konzerträume, kein kulturelles Angebot und ein Leben welches nur noch online und in wenigen Ballungsräumen stattfindet.
Das hat Hildesheim nicht verdient! Das haben wir nicht verdient! Geht mehr auf Konzerte.
Wir sehen uns!

Online life balance

Das Entspannteste in meinem Urlaub waren diesen Sommer nicht die freie Zeit oder die sonnigen Tagen – auch die Orte am Meer spielten eigentlich keine Rolle. Nein. Etwas Anderes hat dazu geführt, endlich mal runterzukommen: Ich war offline!
In der Regel ruft mein Smartphone 8 E-Mail Adressen per Push-Benachrichtung ab, ich checke viertelstündlich Facebook & Instagram und antworte immer direkt auf Messenger, Snapchat, WhatsApp, Nachrichten oder Threema. Dazu schaue ich Abends noch bei Jodel rein. Morgens selbstverständlich die HiAZ-App und SPON den ganzen Tag über. Ich nehme mein Smartphone gefühlt alle 3 Minuten in die Hand und checke irgendwas.
Nun habe ich für 3 Wochen meine E-Mail Accounts deaktiviert, die SocialMedia Apps deinstalliert und mein iPhone auf „Nicht stören“ gestellt. So konnten mich lediglich 10 Menschen über mein Telefon erreichen. 10 von 433 Kontakten, wo es mir wichtig war erreichbar zu bleiben.
Schon in dem Moment, wo ich offline gegangen bin, hat sich direkt mein Gang verlangsamt. Puh – ausatmen – Stille. Welch eine Wohltat! Und da mein iPhone nun eh kaum was signalisiert hat, habe ich es auch meistens zu Hause gelassen.
Meine online-life-balance steht also mal so gar nicht im Einklang miteinander. Das habe ich erst gemerkt, als alles offline war. Ein guter Vorsatz für die zweite Jahreshälfte (oder auch Lebenshälfte): Öfter mal abschalten!
Nun beginne ich heute, mich wieder auf die Arbeitswelt vorzubereiten. 1277 E-Mails erwarten mich ab Montag im Büro. Ohne Spam! Kann gut sein, dass ich nicht gleich antworte …
(Mein Twitter-Account wurde übrigens im Laufe der 3 Wochen gesperrt. Keine Ahnung warum. Ich kümmere mich aber auch nicht drum. Also, bei Twitter bin ich schonmal raus!)

Kleiner Urlaubstip und zugleich super billig: Einfach mal ein paar Tage offline gehen. Egal wo.

Richtig Sommer

Wir haben das Land nicht verlassen: Unser Sommerurlaub führte uns an die Schlei, die Ostsee bei Eckernförde, viele Badebuchten und diverse Tierparks. Wir haben wie jedes Jahr Cowboy & Indianer gespielt und waren 120m unter der Erde. Alles stressfrei und ohne großen organisatorischen Firlefanz. Zum Glück schien überall die Sonne – die hat die schönen Gegenden noch schöner ausgeleuchtet. Außerdem mag ich die Wärme sehr.

Neulich im Mittelalter

Zum Schulabschluss habe ich mit meinem älteren Sohn eine Zeitreise ins Mittelalter unternommen: Rothenburg ob der Tauber ist eine mittelfränkische Kleinstadt im Landkreis Ansbach in Bayern, die an der Grenze zu Baden-Württemberg liegt. Mit seiner weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt ist Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Baudenkmälern und Kulturgütern. Herausragend an der Altstadt ist, dass sie sehr ursprünglich wirkt, da sie praktisch keine modernistischen Brüche aufweist, von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben und in die weitgehend unverbaute, ursprüngliche Landschaft des Flusstals der Tauber eingebettet ist. (Wikipedia)

Schwarze Berge & Allgäu

Mit meinem Mobiltelefon war ich neulich im Allgäu unterwegs. Das Allgäu ist eine Landschaft und geografische Teilregion Oberschwabens, die sich über den südlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben, den südöstlichsten Teil des Landkreises Ravensburg in Baden-Württemberg sowie einige zu Österreich gehörende Grenzgebiete wie das Kleinwalsertal erstreckt.

Wir sind gewandert und haben Eindrücke gewonnen.
Davor habe ich noch eingesperrte Tiere in Hamburg fotografiert.

Schätze der Kindheit

Beim Stöbern im Keller stieß ich neulich auf eine Sammlung verschiedener Erinnerungen aus meiner Kindheit bzw. meiner Jugend. Eine kleine Tupperdose voller Schmuck war mit ca. 8 Jahren mein größter Schatz: Ketten aus Silber und Anhänger aus purem Gold. Seltene maritime Wappen in edlem Platin und geheimnisvolle Schlüssel zu ungeahnten Reichtümern!

Bei einem riskanten Filmdreh mit gespielter Kamera (Rechte Hand und viel Phantasie mußte reichen!) habe ich mich im Alter von 14 Jahren waghalsig vom Rad nach hinten fallen lassen. Weiterlesen

Urwald Sababurg

Der Urwald Sababurg, auch als Urwald im Reinhardswald bekannt, nahe der Sababurg im Reinhardswald im nordhessischen Landkreis Kassel ist ein unter Natur- und Landschaftsschutz stehendes und aus einem Hutewald hervorgegangenes Waldgebiet und zugleich -biotop, das in seiner urwüchsigen Form für ganz Mitteleuropa einzigartig ist.

Der natürlich nachwachsende Wald ist allerdings nicht das einzige urwaldartige Gebiet in dieser Gegend. Er steht seit 1907 unter Schutz und ist damit Hessens ältestesNaturschutzgebiet. (Quelle: Wikipedia)