Schätze der Kindheit

Beim Stöbern im Keller stieß ich neulich auf eine Sammlung verschiedener Erinnerungen aus meiner Kindheit bzw. meiner Jugend. Eine kleine Tupperdose voller Schmuck war mit ca. 8 Jahren mein größter Schatz: Ketten aus Silber und Anhänger aus purem Gold. Seltene maritime Wappen in edlem Platin und geheimnisvolle Schlüssel zu ungeahnten Reichtümern!

Bei einem riskanten Filmdreh mit gespielter Kamera (Rechte Hand und viel Phantasie mußte reichen!) habe ich mich im Alter von 14 Jahren waghalsig vom Rad nach hinten fallen lassen. Weiterlesen

Licht aus, Teil II

Als ich im Oktober letzten Jahres diesen Artikel über den Verlust meines Augenlichtes schrieb, hatte ich nicht gedacht jemals eine Fortsetzung zu schreiben.
Tja, aber vor sechs Wochen hielt das Spiel des Lebens wieder eine Ereigniskarte für mich bereit! Diesmal konnte ich auf meine Erfahrung des letzten Netzhautverlustes zurückgreifen und bemerkte die Symptome recht früh. Also ab zum Augenarzt, natürlich ohne Termin, und Druck am Empfang ausüben. Der Arzt schaute sich mein Auge mit seinem Auge an und konnte nichts Auffälliges feststellen. Mh. Teils beruhigt, teils beunruhigt fuhr ich wieder Heim. Einbildung? Sehe ich schwarze Geister?
Eine Woche später kam mir mein Sehfeld immer noch recht verdächtig vor. Diesmal bin ich zu einem anderen Augenarzt gegangen. Nach der Schilderung meiner Symptome bin ich direkt durchgewinkt worden und ab zum Arzt. Klare Diagnose: Beginnende Netzhautablösung! Bitte begeben Sie sich direkt ins Krankenhaus, fahren Sie nicht über Los, ziehen Sie sich nichts mehr rein.
Diesmal ist mein rechtes Auge betroffen. Meine Frau und ich also gleich zum Krankenhaus  – Notaufnahme. Weiterlesen

Licht aus

Neulich ging bei mir das Licht aus. An einem Morgen im August konnte ich plötzlich mit meinem linken Auge nichts mehr sehen. Herzrasen, Atemnot und Panik. Meine Frau war schon aus dem Haus und ich griff zum Telefon um meinen Augenarzt anzurufen. Der war allerdings im Urlaub und sein Anrufbeantworter verwies auf seine Vertretung in Notfällen. Die Sprechstundenhilfe seiner Vertretung fragte mich als Erstes, ob ich denn auch ein Notfall sei. „Ich denke schon.“, erwiderte ich. „Da ich nämlich auf meinem linken Auge nichts mehr sehen kann.“
„Wie lange haben Sie das schon?“, fragte die Dame am Apparat.
„Seit heute Morgen.“, antwortete ich.
„Und ist es denn wirklich dringend? Wir sind nämlich schon sehr voll in der Praxis.“, vergewisserte sie sich.
„Ja, ich denke es ist dringend.“, bestätigte ich. „Denn ich kann auf meinem linken Auge nichts mehr sehen. Wenn Sie verstehen was ich meine. Und mit nichts mehr sehen meine ich, ich KANN NICHTS MEHR SEHEN. Was wäre denn Ihrer Meinung nach dringend?“
„Na gut, als wenn Sie meinen das es dringend ist, kommen Sie halt in die Sprechstunde. Aber Sie müssen mit einer langen Wartezeit rechnen, da wir wirklich sehr voll sind.“, hatte die junge Dame endlich ein Einsehen mit meiner Befindlichkeit.
Nun gut, der Augenarztbesuch nahm seinen weiteren Verlauf, ich wurde ungehalten am Empfangstresen und ausnahmsweise vor gelassen.
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