Seelenwanderung

Hildesheimer Allgemeine 2016 07 05

Hildesheimer Allgemeine Zeitung am 05. Juli 2016

Ich fliege nicht. Kategorisch. Erstens macht es für mich aus Umweltschutzgründen keinen Sinn, zweitens habe ich Höhen-/Flugangst ab ca. 1m Höhe und drittens – und das ist vielleicht der wichtigste Punkt – soll man nur so schnell Reisen, wie die Seele hinterherkommen kann.
Bei meinem Reisetempo kann mir meine Seele immer gut und sicher folgen. Nun ist sie angekommen, im HEIMATHAVEN als Projektleiter und in der KULTURFABRIK LÖSEKE als Geschäftsleitung. Das findet auch die hiesige Tageszeitung gut. Ich auch!

Gute Nachrichten

WappenBei all den schlechten und noch schlechteren Nachrichten in den Medien, im Freundeskreis und auf der Arbeit, habe ich ausnahmsweise mal gute Nachrichten: Es ist nicht alles schlecht!
Aufgrund meiner angestrebten Selbstständigkeit hatte ich neulich Kontakt zur Hildesheimer Wirtschaftsförderung Hi-Reg. Einer Institution die es sich zur Aufgabe macht, die Region zu Stärken. Dort wurde ich umfassend, nett und kompetent beraten. Mehrfach. Ohne Gegenleistung. Die Leute vor Ort haben sich für mein Vorhaben interessiert und mir gute Tipps und Ratschläge gegeben. Das fand ich prima.
Dann war ich bei der Sparkasse, Finanzberatung für Geschäftskunden. Ich traf auf einen sehr netten, hilfsbereiten Finanzberater. Auch er hat sich Zeit genommen und ist alles nochmal mit mir durchgegangen. Die Sparkasse hat mir dann sehr zügig, innerhalb von 5 Werktagen, einen Kredit bewilligt, dessen Höhe und Bewilligungswahrscheinlichkeit ich niemals für möglich gehalten hätte.
Auch meine Besuche bei der Agentur für Arbeit waren durchweg positiv: Freundliche und unkomplizierte Beratungsgespräche, hilfsbereite und verständnisvolle Menschen. Ebenso bei der Stadt Hildesheim, Gewerbeamt und unserem Finanzamt. Alle verblüffend freundlich und unkompliziert. Als ob sich 2015 alle abgesprochen hätten, nicht mehr so doof zu sein! Ich bin zufrieden.
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Musiker sein

wena UprightBei der Frage, was einen guten Musiker ausmacht gibt es verschiedene, individuelle Ansprüche zu berücksichtigen. Ihr kennt sicher alle folgende Situationen aus dem Proberaum: Der Sologitarrist hat sich ein neues Effektgerät zugelegt und probiert erstmal die Möglichkeiten des Gainreglers aus. Oder der E-Bassist prüft die Funktion und Lautstärke seines Bass-Stacks durch schnelle Slaplicks, obwohl er in eurer Band bei keinem einzigen Lied slapt. In den Pausen zwischen den Lieder trommelt der Schlagzeuger immer wieder irgendwelche Läufe und Beats die weder mit dem gerade gespielten Song noch mit dem nächsten Song etwas zu tun haben. Kurz: Die Probe ist wie immer!
ABER – muss das so sein? Ist dieses Vorgehen songdienlich und bringt es die Band, die Probe voran? Da wären wir beim Anspruch: Ich gehe in meinen weiteren Ausführungen davon aus, dass wir Musik machen mit dem Ziel einen guten Song abzuliefern und das Publikum zu unterhalten. Es gibt sicherlich verschiedene Gründe, warum man Musik macht und welchen persönlichen und emotionalen Anspruch man dabei hat. Ich habe sogar schon von Leuten gehört, die Musik machen um damit Geld zu verdienen.
In dieser Folge soll es jedoch darum gehen, was einen guten Musiker in einer Live-Band ausmacht, die vor Publikum spielen möchte und im günstigsten Fall dabei erfolgreich sein will.
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Ich komm um zu kündigen

„Guten Morgen Herr – ah nicht so wichtig, ich wollte Ihnen nur – bleiben Sie ruhig sitzen
ich wollte nur sagen es ist wirklich alles in Ordnung, kein Grund zur Besorgnis
dieser Laden ist ein Haufen Mist und ich komm um zu kündigen.“
Bernd Begemann

CAD – Computer Aided Design. Computerunterstütztes Zeichnen. Da bin ich ziemlich gut drin. Sehr schnell, sehr genau. 1999 habe ich mir das beigebracht, während meines Studiums an der FH für Gestaltung. Nun bin ich Dipl.-Ing. Innenarchitektur. Als gelernter Tischler konnte ich mein Studium verkürzen.
Seit 2004 entwerfe ich Ladeneinrichtungen. Erst nur Bäckereien und Restaurants, dann auch Arztpraxen und Privatwohnungen, zuletzt Supermärkte. Premium-Märkte, wie es bei uns in der Branche heißt. Edeka, Rewe, Hit. Auch da bin ich ziemlich gut drin. Und dafür brauche ich CAD. Also eine ideale Voraussetzung die kommenden Jahre in einem unbefristeten, gut bezahlten Job mit Weihnachts- und Urlaubsgeld, unser Schiff sicher in den Hafen zu lenken.
Nur leider bin ich etwas unmodern. Konservativ fast schon. Ich habe Werte, innere Werte: Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit. Und ich habe ein Gewissen. In den letzten Jahren bin ich jedoch immer müder geworden. Weil meine Werte langsam eingeschlafen sind. Und mit ihnen bin ich selbst eingeschlafen.
Zu oft mussten meine Werte im Büroalltag und in der Kommunikationen mit meinem Weiterlesen